Managed Server oder Root Server?


managed server oder root serverHat man sich dafür entschieden einen Server zu mieten, stellen sich Webmaster wohl folgende Frage: Root Server oder Managed Server? Damit eine optimale Projektplanung realisiert werden kann, muss die Technik dahinter natürlich auch stimmig sein. Stellt man dafür einen erfahrenen und professionellen Fachmann ein, der sich um das technische Grundgerüst und die Wartung des Servers kümmert oder kümmert man sich selbst um alles? Wer sich mit den Vor- und Nachteilen beider Möglichkeiten auseinandersetzt, der wird schnell feststellen welche Methode sich am besten eignet und den eigenen Bedürfnissen besonders gerecht wird.

Was bedeutet Root Server?

root server iconBei einem Root Server hat der Kunde den kompletten Zugriff auf das System. Bei einem Windows-Server mittels Remote-Desktop und bei Linux mittels SSH. Bezüglich der Software ist der Kunde somit für alles verantwortlich. Lediglich die Hardware und der Austausch von defekten Bauteilen werden in der Regel vom Provider übernommen. Ob Installation, Software-Updates, Konfiguration, Betriebssystem bis hin zur Verwaltung und Erstellung von Domains, ist der Kunde für alles selbst verantwortlich. Wer in diesem Bereich keine Kenntnisse hat oder nur wenig Erfahrung, der wird schnell an seine Grenzen kommen. Das beginnt schon mit der Fragestellung: Wie stelle ich eine Verbindung via SSH her oder welche Shell-Kommandos benötige ich? Der wichtigste Punkt ist hier die Sicherheit. Wenn die Sicherheitskriterien nicht ordnungsgemäß erfüllt werden oder wird ein Einbruch nicht bemerkt, dann ist der Betreiber des Servers dafür verantwortlich und kann sogar gerichtlich dafür belangt werden. Deswegen sollten Neulinge in diesem Bereich, die keinerlei Erfahrungen haben, diese Methode auf keinen Fall wählen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Frage, wer die Verwaltung des Servers übernimmt, wenn man mal ausfällt.

Was bedeutet Managed Server?

managed server iconBei einem Managed Server handelt es sich grundsätzlich um einen klassischen Webserver. Dieser wird allerdings von fachlich visierten Administratoren vom jeweiligen Provider gepflegt, gewartet und verwaltet. Alles wird somit übernommen und man muss sich keinerlei Gedanken mehr um den technischen Bereich machen. Das hat den großen Vorteil, dass man sich voll und ganz auf sein Projekt konzentrieren kann und nicht mehr aufwendige Aktualisierungen der Server-Software durchführen muss. Somit ist ein Managed Server vergleichbar mit einem klassischen Hosting-Paket. Der angemietete Server und die Leistung muss hier aber nicht anderen Kunden geteilt werden.

Root Server vs. Managed Server: Die Vor- und Nachteile im Überblick

Managed Server

Vorteile

  • Administrator übernimmt alle notwendigen Aufgabenbereiche (Pflege, Wartung usw.)
  • Die eigene Server-Rechenleistung muss nicht mit anderen Kunden geteilt werden.
  • Es werden keine Vorkenntnisse benötigt.
  • Im Notfall kann eine schnelle Wiederherstellung erfolgen.

Nachteile:

  • Support-Reaktion ist im Notfall entscheidend.
  • Kunde ist an den Provider gebunden.
  • Profis haben wenig Flexibilität.

Root Server

Vorteile

  • Auch hier muss die Rechenleistung nicht geteilt werden.
  • Eigene Fehlersuche dank Zugriff auf Remote Desktop/SSH möglich.
  • Bei Komplikationen nicht auf den Provider angewiesen.
  • Komplette Kontrolle über das System.

Nachteile

  • Viel Erfahrung und Fachwissen notwendig
  • Wer kümmert sich um den Server, wenn Betreiber ausfällt?
  • Eigene Verantwortung für die Sicherheit

Fazit:

Die Vor- und Nachteile beider Möglichkeiten machen schnell deutlich, welche Variante für einen individuell am besten geeignet ist.

Wer das notwendige Know-How und ausreichend Zeit hat, der kann sich natürlich für die Variante mit Root Server entscheiden. Klar sollte einem in diesem Fall auch sein, dass man so die komplette Verantwortung trägt und der Zeitaufwand nicht zu unterschätzen ist.

Wer keine oder wenig Erfahrung im Umgang mit Windows oder Linux-Servern hat, der sollte die Finger von einem eigenen Root Server lassen und sich lieber für einen Managed Server entscheiden. Hier sollte man wiederum besonders auf einen erfahrenen und gut zu erreichenden Support achten, damit Probleme oder Sicherheitslücken schnell behoben werden können und es zu keinen Verzögerungen im Projektablauf kommt.